End of Live WindowsXP
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Am 08. April endet auch der letzte Sicherheits-Support für Windows XP.

 

Sie nutzen noch Windows XP? Dann sollten Sie Folgendes wissen.

 

XP ist die am häufigsten infizierte Windows-Version. Denn zum einen ist das System immer noch auf sehr vielen Rechnern installiert und zum weiteren fehlen dem Betriebssystem etliche Schutzfunktionen, die Microsoft in den Folgeversionen des vergangenen Jahrzehnts eingebaut hat. Warum ab April 2014 alles noch viel schlimmer wird und XP-Nutzer schon jetzt noch schnell ein Upgrade planen sollten.

 

Für ungefähr 25% der Internetnutzer ist das elf Jahre alte Windows XP laut Statistiken immer noch das Betriebssystem der Wahl – und das, obwohl den meisten wohl klar sein sollte, dass der Urgroßvater von Windows 8 den aktuellen Angriffsmethoden der Cyber-Attacken nicht allzu viel entgegenzusetzen hat. Auch Microsoft erklärt gegenüber einer Computerzeitschrift, dass XP „nicht für die heutige Bedrohungslage ausgelegt“ ist.
Gefahrenberichte des Unternehmens lassen keinen Zweifel an dieser Aussage aufkommen. Demnach mussten Microsofts Schutzprogramme im ersten Halbjahr 2012 bei XP-Nutzern doppelt so häufig Schadcode aus den Systemen entfernen, wie bei Nutzern neuerer Windows-Versionen. Von 1000 untersuchten XP-Rechnern waren 10 infiziert.

 

 

In den nächsten Monaten dürfte sich die Lage weiter zuspitzen, da am 8. April 2014 der sogenannte Extended Support von XP ausläuft. Das Support-Ende bedeutet vor allem, dass Microsoft keine weiteren Sicherheits-Updates entwickeln und bereitstellen wird. Neu entdeckte Sicherheitslöcher werden dann nicht mehr geschlossen, wodurch sich XP nach und nach zu einem Schweizer Käse entwickelt wird. Man kann das Microsoft auch nicht verübeln, immerhin hat die Firma das Betriebssystem dann über 13 Jahre lang unterstützt. Den Kassenschlager Windows 95 hat das Unternehmen nicht mal halb so lange gepflegt.

 

 

Sicherlich können die gängigen Antivirenprogramme den Supergau auf den Systemen noch etwas hinaus zögern. Doch für viele Software- und Hardware-Hersteller dürfte das Support-Ende ein willkommener Anlass sein, die XP-Unterstützung ihrerseits ebenfalls einzustellen. Wer danach noch XP nutzt, sollte gute Gründe dafür haben – und wissen, was er tut.

 

Samsung GalaxyS5

 

Patchday ohne Patch

 

 

Magengrummeln und flaues Gefühl sollten sich spätestens dann einstellen, wenn Microsoft die ersten kritischen Windows-Lücken nach dem Tag X schließt und dabei Windows XP nicht mehr berücksichtigt. Da einige Systemkomponenten historisch gewachsenen Code nutzen, betreffen Schwachstellen allzu oft sämtliche Ausgaben des Betriebssystems. So wurde etwa im Frühjahr eine kritische Lücke im Remote-Desktop-Server bekannt, durch die man alle Windows-Versionen mit speziell präparierten Netzwerkpaketen kompromittieren kann. Ein passender Exploit kursierte nur zwei Tage, nachdem der Patch veröffentlicht wurde, im Netz. Man muss fest damit rechnen, dass Schwachstellen ähnlichen Kalibers auch in Zukunft entdeckt werden – und die dazu passenden Patches werden Exploit-Entwicklern wertvolle Hinweise darauf liefern, wo genau das Sicherheitsloch klafft. Darüber, ob auch XP betroffen ist, kann man dann nur rätseln, weil keine Informationen dazu mehr veröffentlicht werden.

 

 

Zum großen Knall kann es überall dort kommen, wo das Betriebssystem mit Daten von außen in Berührung kommt. Gefahren können von allen Dateien, Dokumente, Webseiten und Downloads sausgehen. Ein löchriges Betriebssystem sollte man nur noch mit großer Vorsicht benutzen – und zwar ausschließlich mit Daten eindeutig vertrauenswürdiger Herkunft. Letztere kann man im Internet nur schwerlich verifizieren. Immer wieder manipulieren Cyber-Ganoven Anzeigenserver, damit diese über die Werbung auf eigentlich seriösen Webseiten Schadcode ausliefern. Auch im lokalen Netzwerk lauern Gefahren: Sobald Lücken in einem der Windows-Dienste bekannt werden, können Angreifer die jetzt ungeschützten Rechner ohne Zutun des Nutzers übernehmen. So könnte etwa ein Schädling, der den Rechner des Sohnes infiziert hat, auch auf andere PCs im gleichen Heimnetz überspringen. Richtig ernst wird die Situation, wenn Mutter oder Vater sich dann mit dem mobilen Firmenrechner wieder im Firmennetzwerk anmelden.

 

 

Wer XP nutzt und Windows treu bleiben will, sollte also tunlichst ein Upgrade durchführen, damit der Rechner weiterhin mit Sicherheits-Patches versorgt wird. Will man in drei Jahren, wenn Microsoft den Vista-Support einstellt, nicht schon wieder vor diesem Problem stehen, sollte man mindestens zu Windows 7 greifen. Diese Version will das Unternehmen noch bis 2020 unterstützen. Noch zukunftssicherer ist Windows 8: Mit Sicherheits-Updates ist hier voraussichtlich erst im Oktober 2023 Schluss.

 

 

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Weiterführende Links:

 

http://windows.microsoft.com/de-de/windows/products/lifecycle

 

http://windows.microsoft.com/de-de/windows/end-support-help

 

 

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